Arbeit zu haben, ist für den Menschen von jeher elementar gewesen. Doch während es dabei in früheren Jahrhunderten vor allem um Existenzsicherung ging, hat sich die Wahrnehmung von Arbeit und die Einstellung dem täglichen Broterwerb gegenüber in den letzten Jahrzehnten spürbar verändert. Heutzutage soll die Arbeit nicht nur einen angenehmen Lebenswandel ermöglichen, sondern auch noch Spaß machen, Erfüllung bringen, Sinn stiften, Begeisterung wecken, Selbstverwirklichung ermöglichen und tiefe Freude bereiten. Nur: Wie soll das gehen?

Arbeit…., hm, was ist eigentlich Arbeit? Mit meinen Klienten, die in Sachen Laufbahnberatung zu mir kommen, weil sie in ihrem Job total unglücklich sind, erarbeite ich zunächst genau das: Was ist Arbeit für DICH? Und: Was ist KEINE Arbeit für dich? Allein das zu unterscheiden, ist unter Umständen ein wichtiger Schlüssel. Denn was für den einen die reine Freude ist, macht dem anderen schwerste Mühe. Und so finden wir bei dieser Suche meist auch den Zugang zu dem, was uns ruft im Beruf. Die eigene Berufung zu erkennen und diesem Ruf zu folgen, also genau das in die Welt zu tragen, was in uns steckt und was sich im Außen zeigen will, ist für die meisten Menschen eine ziemlich ungewohnte Sache, für die es viel MUT braucht.

Künstler, Freischaffende und Kreative – klar haben die Freude bei der Arbeit und natürlich gehen die ihrer Berufung nach. Doch wie – bitte schön – soll man als Vertriebsmitarbeiter, Verwaltungsangestellte, Arzthelferin, Software-Entwickler, Marketingassistentin oder Ingenieur in starren Abläufen und rigiden Abteilungsstrukturen Spaß haben, während man von 9 bis 5 im Hamsterrad rennt? Bedeutsam für die Beantwortung dieser Frage ist vor allem das Wissen um die eigenen Werte. Und dann natürlich die konkrete Umsetzung dessen, was einem so wichtig ist und die Frage: Wie kann ich meine Werte in meinem Beruf stärker zum Ausdruck bringen? Denn: Menschen erkranken nicht an zu viel Arbeit, sondern immer an verletzten Werten. Burnout heißt genau genommen nichts anderes, als dass man heiße Hacken kriegt, weil man unbewusst Widerstand leistet gegen die Umstände im Arbeitsumfeld, anstatt konstruktiv etwas zu unternehmen.

Khalil Gibran hat in seinem wunderbaren Buch „Der Prophet“ geschrieben: ARBEIT IST SICHTBAR GEMACHTE LIEBE und das ist so wahr. Denn wenn ich mich für meine Arbeit begeistere und sie mit Liebe verrichte, weil ich mich dazu entschlossen habe, so werde ich sie immer auch zugleich GUT machen. Und gut gemachte Arbeit wird immer auf Gegenliebe stoßen und somit auch Erfolg bringen. Nur meist versiegt die Liebe für die Arbeit heutzutage schon in der Schule. Danach ruft der „Ernst des Lebens“, es geht um Pflichten und Lasten, um Lebensunterhalt und Schuldendienst. Einziger Lichtblick ist das Wochenende mit Grillen und Fernsehen. SO geht Spaß im Job sicher nicht.

Doch selbst wenn man genau das arbeitet, was man liebt zu tun, und dies auch mit Liebe tut, gibt es da immer noch stark demotivierende Führungskräfte, neidische Kollegen, nervende Umgebungsfaktoren und sonstiges Allerlei, das den arbeitenden Massen die Schaffensfreude vermiest. Wie soll man nur damit umgehen? Ignorieren? Schönreden? Job wechseln? So geht Spaß im Job auch nicht.

Tatsächlich leiden heute sehr viele Menschen im Arbeitsleben unter fehlender Wertschätzung, gestörter Kommunikation und mangelnder Zugehörigkeit. Sie gehen in die „innere Kündigung“, ziehen sich frustriert zurück, sind entmutigt, werden manchmal sogar krank. Doch das muss nicht sein! Auch wenn man die Bedingungen am eigenen Arbeitsplatz nicht „einfach so“ verändern kann, so läßt sich doch viel – mehr als man denkt! – zur Verbesserung der  Situation tun.

Und weil mir dieses Thema unglaublich am Herzen liegt und weil ich weiß, wie krank verletzte Werte in Arbeitskontexten machen können, biete ich am Samstag, 9. Juli einen Tagesworkshop am Hospitalhof Stuttgart an. Einen ganzen Tag lang werden wir gemeinsam die Arbeitsfreude suchen und – da bin ich sicher – auch finden.

Zuerst verändern wir die Blickrichtung von der Fehler-Orientierung zur Lösungs-Orientierung, dann befassen wir uns mit den eigenen Stärken und Fähigkeiten und lernen, mehr Gleichgewicht in die Lebensaufgaben zu bringen. Auch die eigenen Sichtweisen und Haltungen werden wir näher betrachten und schließlich Wege einer wahrhaft kooperativen Teamarbeit kennenlernen. Das wird spannend!

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