Gestern hat das Leben mal wieder ein Wunder vollbracht: Meine Enkeltochter Amy Leonora wurde geboren. Sie ist gesund, es ist „alles dran“ und die gesamte Familie ist überglücklich. Auch die jungen Eltern sind wohlauf und der kleine Erstgeborene (der jetzt plötzlich ein großer Bruder ist) wird sich sicher bald an den Neuankömmling gewöhnen und seine kleine Schwester lieben. Als Oma ist man bei so einem Anlass natürlich total aus dem Häuschen. Doch mich packt gerade auch die Demut und die Bewunderung für den unbändigen MUT zum Leben, der sich hier zeigt.

Wir alle brauchen täglich neuen MUT zum Leben: Wir haben Herausforderungen zu bestehen, müssen Rückschläge verkraften, wollen unsere Visionen und Träume realisieren und sollen Beziehungen zu unseren Mitmenschen in sozial verträglicher Weise gestalten. Alles nicht so einfach. Doch wenn junge Menschen in diesen Zeiten, die man gerade im Hinblick auf die ökologischen Entwicklungen nicht wirklich als sicher bezeichnen kann, ganz bewusst Kinder in diese Welt setzen, darf man sie getrost als MUTig bezeichnen. Sie zeigen das, was die MUTige Haltung charakterisiert: Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, den festen Glauben an die Gestaltbarkeit der Zukunft, die Liebe zum Leben selbst und schließlich den Willen, etwas beizutragen. Chapeau!

Doch nicht nur die jungen Eltern brauchen diesen unverbrüchlichen MUT zum Leben, sondern auch ihre Kinder benötigen mehr als alles andere eine kräftige Portion MUT, um sich im Leben zu behaupten, um zu wachsen, um zu erblühen, um sie selbst zu sein, um ihre Fähigkeiten und Stärken zu entdecken und diese auch in ihren Beziehungen zu anderen zu zeigen. Um eine Welt zu gestalten, in der ökonomische mit ökologischen Zielsetzungen vereinbar sind. Um freiheitlich-demokratische Grundrechte angesichts zunehmender internationaler Verflechtungen zu schützen, ohne abschottend oder gar fremdenfeindlich zu werden. Um den Weltfrieden zu bewahren und zu fördern und zugleich selbst internationale Beziehungen auf allen Ebenen anzubahnen. All das und noch viel mehr gehört für mich zu einem MUTigen Leben.

Wäre es denn nicht wunderbar, wenn wir alle jeden Tag ein Stückchen MUTiger werden könnten? Wenn wir alle jeden Tag diesen heldenhaften MUT zum Leben im stinknormalen Alltag zeigen könnten – ohne uns in unseren Ängsten, Sorgen und Zweifeln zu verheddern?

Was hindert dich eigentlich daran? Vielleicht brauchst du ja nur einen kleinen Schubs? Vielleicht täte dir ab und zu mal etwas „Nachhilfe“ in Sachen MUTig leben gut? Ja? Dann komm doch einfach zu einer meiner Veranstaltungen (oder gönn dir mal ein MUT-Coaching bei mir). Du wirst sehen: MUT zum Leben kann man lernen!