Das mit dem Glück ist so eine Sache: Im Grunde wollen ja alle Menschen glücklich sein (zumindest kenne ich niemanden, der von sich behauptet, er wolle lieber unglücklich bleiben). Dennoch steigt die Zahl der Depressionserkrankungen seit Jahren rapide an und es gibt immer mehr Zeitgenossen, die – manchmal lautstark, manchmal leise – ihr tristes Leben bejammern und ihr schweres Schicksal beklagen. Dabei geht es uns Deutschen im Europa-Vergleich sehr gut. Aber Glück ist eben etwas sehr Subjektives und dementsprechend kann man es auch nur selbst herstellen. Doch wo gibt es die Bauanleitung?

Wir Deutschen sind kein glückliches Volk. Im europäischen Vergleich schneiden wir eher mittelmäßig ab, noch hinter Franzosen, Briten und Spaniern. Die glücklichsten Europäer sind die Dänen, Schweden und Finnen, die unglücklichsten finden sich in Mazedonien, Ungarn und Bulgarien. Schade eigentlich, dass wir unseren relativen materiellen Wohlstand und unsere objektiv hohe Sicherheit so wenig zu schätzen und in Glücksgefühle umzuwandeln wissen. Doch tatsächlich liegt der Zufriedenheitspegel in den meisten Lebensbereichen recht weit unten.

Glücksgefühle bei der Arbeit? Fehlanzeige! Nur noch 13 Prozent der Beschäftigten lieben ihren Beruf und ihre Arbeit, der Rest schiebt Dienst nach Vorschrift und leidet unter Stress.
Glück in der Partnerschaft? Geht so! Immerhin wird nahezu jede zweite Ehe geschieden, die Zahl der lieblos nebeneinander her lebenden Paare steigt, viele bleiben einzig wegen der Kinder zusammen.
Selbst in der Freizeit, beim Sport, mit Freunden, im Urlaub scheint es mit dem Glück nicht weit her zu sein. Umfragen zeigen, dass das in der Freizeit als schön Erlebte leider oft als unzureichende und allzu flüchtige Kompensation der Mühen des Alltags wahrgenommen wird.

Glück ist eine innere Haltung

Wo kommt es also her, das Glück, nach dem alle so verzweifelt streben? Ganz einfach: Aus uns selbst, denn Glück ist eine Haltung dem Leben und seinen Herausforderungen gegenüber, die zugleich – und das ist ein universelles Gesetz – eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ist. Schon Leo Tolstoi formulierte provokant: „Willst du glücklich sein, dann sei es.“ Glücklichsein als persönliche Entscheidung also? Ja, klar! Was denn sonst? Wenn ich mich nicht ganz bewusst entscheide, glücklich sein zu WOLLEN, werde ich es auch nicht SEIN. „Wenn das so einfach wäre!“, wird jetzt der eine oder die andere protestierend ausrufen. Stimmt, einfach ist es nicht, aber ganz leicht. Und die Erkenntnis ist auch keineswegs neu, wie etwa die alte Redewendung„Ein jeder ist seines Glückes Schmied“ zeigt.

Nur schmieden wir das Glückseisen offenbar viel zu selten und jagen dem Glück stattdessen wie besessen in schnellen Autos und mit Düsenjets hinterher und vertreiben es dabei regelrecht. Denn: „Das Glück ist ein Schmetterling. Jag ihm nach und er entwischt dir, setz dich ruhig hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder“. (Anthony de Mello) Achtsamkeit ist tatsächlich ein wunderbarer Schlüssel ins Glücks-Reich: Ganz im Jetzt sein, die kleinen Dinge des Lebens wahrnehmen – das Gänseblümchen am Wegesrand ebenso wie das fröhliche Lachen des Kindes – und das Zusammensein mit anderen Menschen genießen…. all dies macht glücklich und das wiederum macht bzw. hält gesund. Schon Voltaire soll gesagt haben: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“ Kluger Mann! Die wissenschaftlichen Beweise für die positiven Auswirkungen glücklicher Gefühle auf die körperliche und geistige Gesundheit bzw. Fitness sind längst erbracht.

Das Glück der Glücklichen

„Bei mir funktioniert das alles nicht, ich habe einfach kein Glück im Leben!“ beklagte sich neulich eine Klientin, der ich von den wundersamen Wirkungen erMUTigenden und damit beGLÜCKenden Denkens berichtete. Und natürlich hat sie Recht: Sie hat kein Glück (engl. luck), weil sie kein Glück (engl. happiness) hat. Was ihr fehlt, ist das Glück des Glücklichen, das, was man in Amerika mit dem Satz zusammenfasst:„Happiness is an inside job“. Könnte/wollte diese Klientin sich selbst als glücklich erachten und würde sie sich selbst für einen Glückspilz halten, könnte sie zweifellos andere Ergebnisse in ihrem Leben sehen, als wenn sie sich weiter als Pechvogel bezeichnet und ihre Aufmerksamkeit auf den nächsten Unglücksfall oder die nächste Pleite richtet. Wir kriegen eben immer, was wir erwarten. Auch das ist ein universelles Gesetz.

Interessant ist bezüglich der Verantwortung für das eigene Glück auch die Neigung vieler Menschen, sich ihre Erfolge stolz selbst zuzuschreiben, die Misserfolge dagegen gerne dem lieben Gott oder dem Teufel oder welcher höheren Macht auch immer in die Schuhe zu schieben oder zumindest pikiert von Schicksal und Pech zu sprechen. Seien wir doch mal ehrlich: Es steckt in jedem Schlechten immer auch ein Gutes. Dieses sehen, ja regelrecht suchen zu wollen, um am Ende „Danke dafür“ zu sagen, das macht glücklich. Garantiert! Allerdings gehört dazu eine ziemlich große Portion MUT. Auch das ist ja nicht wirklich neu. Schon Demokrit, der alte Grieche, sagte dereinst : „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende“.

Also tu was für dein Glück, dann tut dein Glück auch was für dich. Und vergiss nicht: „Die höchste Form von Glück ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.“(Erasmus von Rotterdam).

Wenn du das nächste Mal unglücklich bist und glaubst, das Leben sei gemein und unfair und hart und du seist ein Pechvogel, dann schreib mir schnell eine Mail (mut@fischer-reineke.de) oder ruf mich an (0711-65524454). Gemeinsam finden wir DEINEN Weg ins Glück. Versprochen!

Oder komm zum nächsten Couch Coaching http://www.fischer-reineke.de/termin/ich-kann-mich-einfach-nicht-entscheiden-oder-wie-man-immer-die-richtige-wahl-trifft/ und lerne, wie man immer die RICHTIGE Entscheidung trifft (danach kannst du dich entscheiden, glücklich zu werden…. 😉
Oder schau dir auf http://www.kirchenfernsehen.de den Fernsehbericht über Glück an, in dem ich als Expertin befragt wurde.

 

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