Während ich dies schreibe ist es (noch) Freitag, der 13. März 2020. Bisher war Freitag, der 13. immer mein Glückstag. Heute bin ich mir da nicht so sicher. Das neuartige Corona-Virus hat pandemische Ausmaße erreicht und es geschehen Dinge, die ich noch bei meiner Abreise nach Bali vor knapp einer Woche für unmöglich gehalten hätte. Da kommt was Großes auf uns zu und wir brauchen jetzt alle viel Kraft, Geduld und Zuversicht, um diese Herausforderung zu meistern. Doch gemeinsam können wir das schaffen. Allerdings dürfen wir nicht in Panik verfallen, sondern sollten uns gut informieren und dann besonnen handeln. Eben MUTig sein. 

Wenn in deutschen Supermärkten innerhalb weniger Stunden die Regale leergekauft und in Krankenhäusern Desinfektionsmittel und Schutzmasken gestohlen werden, dann ist das die Folge einer Panik, die durch reißerische Berichterstattung in bestimmten Mainstream-Medien erzeugt wird und der mit rationalen Argumenten vielfach nicht mehr beizukommen ist. So ist diese Krise nicht zu meistern. 

Wenn dagegen in den sozialen Medien, aber auch in Sporthallen, Diskotheken und Kneipen sich junge Menschen damit brüsten, sie gehörten nicht zur „vulnerablen Gruppe“ und würden sich kein bisschen vor diesem blöden Virus fürchten, der auch nicht schlimmer sei als eine normale Grippe, dann ist das die Folge einer gefährlichen Mangelinformation, die fatale Folgen haben kann. So ist diese Krise ganz gewiss nicht zu meistern.

Was es in dieser schwierigen, weil völlig neuen und unberechenbaren Situation braucht, sind meiner Meinung nach drei wesentliche Elemente, die ich dir hiermit dringend ans Herz legen möchte: Information, Selbstverantwortung und MUT

Informiere dich!

Es gibt viele gute, zuverlässige und vernünftige Quellen, die sachlich und ausgewogen informieren. Ich habe drei für dich herausgegriffen, die ich wirklich empfehlen kann: 

·         Dieser Text erschien zuerst auf dem englischsprachigen Onlineblog Medium und wurde bereits millionenfach gelesen: Hier ist die deutsche Fassung. Darin zeigt der Autor glasklar auf, was passieren kann, wenn wir nicht FRÜHZEITIG und entschlossen den Erreger so weit wie möglich eindämmen. 

·         Auch der tägliche Podcast des NDR ist nützlich. Hier beurteilt der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité ganz ruhig Tag für Tag die Lage. Inzwischen ist er sogar für Schulschließungen und zwar ganz einfach, weil sie sehr wirksam sind.

·         Dieser Artikel auf ZEIT Online macht mehr als klar, warum sich genau JETZT entscheidet, wie schlimm uns dieses Virus treffen wird. Es ist wichtig, dass jeder von uns das tut, was für alle am besten ist – zuhause bleiben! 

Ich gebe es nur ungern zu, aber bis vor einigen Tagen hatte ich die Bedrohung durch das neue Corona-Virus überhaupt nicht richtig auf dem Schirm. Geschweige denn hatte ich irgendeine Vorstellung davon, was das alles bedeuten kann. Doch dann mehrten sich die „seltsamen“ Meldungen und mein alter Recherchier-Trieb (ich war früher mal Journalistin) wurde wieder geweckt. So nahm ich mir einen ganzen Tag Zeit und wühlte mich durchs Netz. Und dann ging mir ein Licht auf: WIR MÜSSEN ALLE HANDELN – und zwar SOFORT!  Das bringt mich zu meinem zweiten wichtigen Punkt:

Übernimm Verantwortung!

Es reicht längst nicht mehr, sich mehrmals am Tag die Hände zu waschen! Es geht um viel mehr. Es reicht nicht mehr, wenn du auf deinen eigenen Schutz achtest. Jetzt ist das gefordert, was Alfred Adler Gemeinschaftsgefühl nannte und das Basis einer gesunden, menschlichen Gesellschaft ist. Von meiner Kollegin Mareike Frick erhielt ich heute diese Selbstverpflichtung, die ich dir dringend ans Herz lege. Wenn wir uns alle daran halten, bringt das wirklich Effekte. Früher nannte man das Solidarität. Das ist es, was uns am Ende alle stärker machen wird. 

Handle MUTig!

Damit meine ich: Steh auf und sag was, wenn jemand die Situation verharmlost, wenn du mitkriegst, dass andere an ihrem „business as usual“ festhalten oder „das-betrifft-mich-nicht“ spielen wollen. Es ist jetzt essentiell, dass JEDER ein Stück dazu beiträgt, dass es ALLEN besser geht. Nur wenn wir bereit sind, für eine Weile auf ein Stückchen Freiheit und Komfort zu verzichten, können wir Hunderte, Tausende hochbetagte, schwerkranke, vorbelastete, immunsuppressive Menschen schützen, die sonst leichtfertig angesteckt werden könnten. Mit tödlichen Folgen.

Frage dich am besten jeden Morgen: „Was würde die Liebe jetzt tun?“ Und dann handle entsprechend. 

Ich danke dir von Herzen dafür. Gemeinsam werden wir an dieser Herausforderung wachsen.

Ich sende dir LIEBE. Bleib gesund.
 

PS: Bitte gib diese Mail bzw. die Links daraus in deinem Netzwerk weiter. Das wird Leben retten!

Deine Barbara