Was siehst du zuerst, wenn du dir das Foto zu diesem Beitrag anschaust? Siehst du den furchtlosen jungen Mann, der wild mit brennenden Öltöpfen herumfuchtelt und Feuertänze veranstaltet? Siehst du den Schau-Steller, der sich und seine Kunstfertigkeit in der Öffentlichkeit zur Schau stellt? Siehst du womöglich die Gefahr, die von den Flammen für ihn selbst und die Umstehenden ausgehen könnte? Oder siehst du vor allem das Herz, das dieser furchtlose junge Schau-Steller mit seinen Flammen erzeugt? Was immer du siehst, du hast dich dafür entschieden, genau das sehen zu WOLLEN.

mut-herz

„Na, jetzt mach aber mal nen Punkt, Barbara!“, wirst du nun vielleicht ausrufen. „Man sieht doch nur, was unbestreitbar da ist. Man entscheidet doch nicht, was man sieht.“ „Oh doch!“, halte ich dagegen und bekomme Flankenschutz von Kurt Tucholsky, der sagte: „Wir alle sehen ja nur, was wir sehen wollen.“ Und auch Anais Nin ist überliefert mit dem Zitat „Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie so, wie wir sind.“ Hm. Ist da vielleicht was dran? Und wenn dann auch noch der alte Grieche Thukydides behauptet „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ und wenn sogar Christian Morgenstern findet „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet“, dann könnte man sich dem ja vielleicht sogar anschließen. Also schau nochmal hin: Was siehst du auf dem Foto oben?

Und dann lass uns einen Schritt weiter gehen. Wie ist dein Blick auf die Welt ganz allgemein? Schaust du da mit Liebe drauf? Willst du da eher das Schöne, Gelingende, Gute sehen oder schweift dein Blick eher auf die Probleme, die Schwierigkeiten, Gefahren und Katastrophen? Und mit welcher Haltung begegnest du deinen Mitmenschen? Eher skeptisch, kritisch, fordernd? Oder liebevoll, gütig, tolerant? Auch das ist eine Entscheidung. Keine leichte, ich weiß. Doch um auf die in der Überschrift gestellte Frage zurück zu kommen „Ist Mut dasselbe wie Liebe?“ behaupte ich (mal sehen, ob ich später auch in den Zitatensammlungen auftauche): „MUT ist die kleine Schwester von Liebe“. Ja, genau! Denn ohne Liebe ist Mut nichts als Waghalsigkeit und ohne Mut ist Liebe nichts als romantisiertes Gesülze. Beides schon erlebt. War beides nicht so toll.

Was wäre also, wenn du dich entscheiden würdest, ab heute mehr Liebe oder wenigstens mehr Mut in deinen Blick zu legen? Was wäre, wenn du auf dich selbst und auf deine Mitmenschen ganz bewusst mit MUTigem, also LIEBE-vollem Auge blicken würdest? Wenn du die Emotionen deines Egos wie Neid, Missgunst, Groll, Ärger, Sorge, Wut, Eitelkeit oder Ehr-Geiz durch Haltungen der Liebe wie Großzügigkeit, Güte, Verzeihen, Gelassenheit, Zuversicht und Toleranz ersetzen würdest? Würdest du dich dann an der Supermarktkasse aufregen, wenn sich jemand vordrängelt oder würdest du lächeln und verstehen? Würdest du dann im Auto fluchen, wenn das Auto vor dir „zu langsam“ fährt oder würdest du stattdessen lieber in Ruhe durchatmen und bewusst das Schöne in der Umgebung wahrnehmen? Würdest du dein Kind kritisieren, wenn es etwas „falsch“ gemacht hat oder würdest du Geduld üben und Verständnis zeigen und seine Versuche und Fortschritte anerkennen? Auch das ist alles nicht leicht, ich weiß, aber lediglich eine Frage der Übung. Auch das weiß ich. Hab viel üben müssen.

Wann immer du also die RICHTIGE Entscheidung fällen willst, frage dich einfach: „Was würde die Liebe jetzt tun?“, atme durch, frage dein Herz und schon findest du die Antwort (das können Kinder übrigens etwa ab dem Alter von sieben Jahren). Und dann TU ES einfach. Liebe kann man lernen. Wenn man MUTig genug ist, die eigene Angst zu überwinden. Und da wo die Angst ist, kann die Liebe nun einmal nicht sein. Da setze ich wirklich einen Punkt.

Zum Schluss will ich dir noch was zu dem Foto oben erzählen: Im Juli hat eine liebe Freundin von mir geheiratet (ich bin an dieser Eheschließung nicht ganz „unschuldig“). Es war eine herrlich warme Sommernacht und der junge Feuerkünstler hat in einem wunderschönen Ambiente zu wundervoller Musik seine allerbeste Feuershow gezeigt mit allem, was er aufzubieten hatte. Ich meine nicht Material, sondern Liebe, Können, Begeisterung, Elan, Freude, Hingabe, Talent. Es war tief berührend. Und das Beste ist: Er weiß bis heute nicht, dass er mit der ganzen Liebe, die er in seine „Arbeit“ gepackt hat, ein so wunderschönes flammendes Herz für das Brautpaar erzeugt hat. Ich habe bisher keine Möglichkeit gehabt, ihm das Foto zukommen zu lassen.

So ist es aber auch im „richtigen“ Leben: Wenn wir etwas mit Liebe, Freude, Hingabe, Elan und Begeisterung tun, wird das immer für andere sichtbar – auch wenn man selbst es nur spürt und nicht sieht. Das genau ist die wunderbare, magische und magnetische Macht der Liebe. Willst du dich dafür entscheiden? Jeden Tag neu? Dann los! Und falls du noch ein bisschen mehr Mut brauchst, um dich tatsächlich für die Liebe zu entscheiden, dann melde dich einfach. Ich hab genug davon.

Und in meinen Beratungen, Coachings, Seminaren und Trainings geht es letztlich immer genau darum. Schau mal…. unter Termine findest du alle Veranstaltungen. Made with love.

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